Minusgrade, und aus dem Wasserhahn kommt nur noch ein Tröpfchen? Dann ist vermutlich eine Wasserleitung eingefroren. Jetzt ist Vorsicht gefragt, denn gefrierendes Wasser dehnt sich aus und kann Rohre sprengen. Oft zeigt sich der Schaden erst beim Auftauen. Wir erklären, was Sie sofort tun sollten und wie Sie Frostschäden künftig vermeiden.

Wasserleitung eingefroren: Das ist jetzt zu tun
- Den Hauptabsperrhahn schließen. So läuft kein Wasser nach, falls das Rohr bereits einen Riss hat.
- Den betroffenen Wasserhahn öffnen, damit Schmelzwasser abfließen kann.
- Das Rohr langsam auftauen – vom Wasserhahn aus in Richtung der vereisten Stelle. Geeignet sind ein Föhn, warme Tücher oder ein Heizlüfter mit Abstand.
- Niemals mit offener Flamme, Lötlampe oder Heißluftpistole arbeiten. Das ist brandgefährlich und kann Rohre und Dichtungen beschädigen.
- Den Raum beheizen und die Tür zu warmen Räumen öffnen.
- Erst wenn wieder Wasser fließt und keine Undichtigkeit sichtbar ist, den Hauptabsperrhahn langsam öffnen und die Leitung beobachten.
Bei Leitungen in der Wand, unter Putz oder in schwer zugänglichen Bereichen sollten Sie nicht selbst auftauen. Hier ist ein Fachbetrieb die sichere Wahl.
Wasserleitung eingefroren und geplatzt: Schaden begrenzen
- Hauptabsperrhahn sofort schließen.
- Kommt Wasser in die Nähe von Steckdosen oder Geräten, die Sicherung für diesen Bereich ausschalten.
- Wasser aufnehmen und Wertgegenstände in Sicherheit bringen.
- Schäden mit Fotos dokumentieren und die Versicherung informieren.
- Einen Sanitär-Notdienst rufen, der die Leitung fachgerecht repariert.
Unser Heizungs- und Sanitär-Notdienst in Duisburg ist rund um die Uhr erreichbar – auch nachts und am Wochenende.
Frostschäden vermeiden: 6 Tipps für Haus und Wohnung
Laut dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) verursacht Frost jedes Jahr durchschnittlich bis zu 32.000 versicherte Schäden an Wasserleitungen. Die meisten davon lassen sich mit wenig Aufwand verhindern:
- **Alle Räume mit Wasserleitungen beheizen** – auch selten genutzte wie Keller, Gäste-WC oder Abstellraum.
- **Heizkörperventile nie ganz zudrehen.** Die Frostschutzstellung (Schneeflocke) schützt nur den Heizkörper selbst, nicht aber Rohre, die weiter entfernt verlegt sind.
- **Außenleitungen entleeren:** Gartenwasserhahn innen absperren, außen öffnen und das Wasser ablaufen lassen.
- **Freiliegende Rohre dämmen**, etwa in Garage, Keller oder Dachboden.
- **Undichte Fenster und Türen abdichten**, besonders Kellerfenster.
- **Bewässerungscomputer abbauen**, sobald die Temperaturen unter etwa 7 °C fallen.
Leerstand und Urlaub: Wasserleitung eingefroren? Das verlangen viele Versicherungen
Steht eine Wohnung leer oder sind Sie längere Zeit verreist, ist das Risiko besonders groß. Viele Wohngebäudeversicherungen verlangen in der kalten Jahreszeit, dass das Gebäude ausreichend beheizt oder die Leitungen entleert und abgesperrt werden. Ein Blick in Ihre Vertragsbedingungen lohnt sich deshalb.
Für Hausverwaltungen gilt das besonders bei leerstehenden Wohnungen zwischen zwei Mietverhältnissen. Luftwerk unterstützt Hausverwaltungen und Wohnungsunternehmen mit Frostschutz-Checks, Wartung und einem 24/7-Notdienst für Mieter.
Heizung und Leitungen fit für den Winter
Eine gewartete Heizung fällt seltener aus – und damit sinkt auch das Frostrisiko. Unser Heizungs-Wintercheck zeigt, was Sie selbst prüfen können. Für eine Wartung oder die Dämmung freiliegender Leitungen erreichen Sie uns über die Sanitärtechnik oder direkt per WhatsApp.
Quelle: GDV – Wasserschäden bei Frost und Kälte vermeiden.
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